· 

RiWi wieder erstklassig!

Bericht: Yannic Wild

 

Was wurden am gestrigen Vormittag für Nerven verbrannt! Die prall gefüllte Dammbühlhalle in Wängi schwitzte förmlich mit und die Spannung war greifbar. Am Ende setzte sich die FG Rickenbach-Wilen nach zwei dramatischen Spielen durch und kehrt in die Nationalliga A zurück.

 

RiWi – Vordemwald 3:2 (9:11, 11:3, 11:7, 12:14, 13:11)

RiWi – Jona 3:1 (3:11, 13:11, 12:10, 11:8)

 

Krimi gegen Vordemwald

Im ersten Spiel gegen den STV Vordemwald gab es im Vorfeld keinen klaren Favoriten. Zwar hatte RiWi aus der Sommer-Barrage leichte Vorteile in Erinnerung, doch auf dem Feld entwickelte sich sofort ein offener Schlagabtausch.

 

RiWi startete stark und zog im ersten Satz mit 7:2 davon, ehe das Momentum komplett kippte. Plötzlich lief nichts mehr zusammen, Vordemwald nutzte die Unsicherheiten eiskalt aus. Mit viel Wut im Bauch reagierten die Wilener im zweiten Satz eindrucksvoll und überrollten den Gegner mit 11:3. Auch der dritte Durchgang ging trotz kurzer Schwächephase klar an RiWi.

Im vierten Satz schien beim Stand von 6:1 alles entschieden. Doch dann flatterten die Nerven. Eigenfehler schlichen sich ein, Vordemwald witterte seine Chance und glich zum 2:2 aus.

 

Der Entscheidungssatz wurde zur mentalen Zerreissprobe. Timo Wild punktete immer wieder mit druckvollen Services, doch auch Vordemwald spielte sich in einen Rausch und erspielte sich in der Folge zwei Matchbälle. RiWi aber zeigte Nerven aus Stahl, wehrte insgesamt drei Matchbälle ab und gewann das Spiel nach über eineinhalb Stunden heroischem Kampf mit 3:2.

 

Alles oder nichts gegen Jona

Da der TSV Jona den STV Vordemwald anschliessend klar mit 3:0 besiegte, kam es zum ultimativen Showdown.

 

Der Start missriet komplett. Mit 3:11 wurde RiWi im ersten Satz regelrecht überfahren. Auch im zweiten Durchgang lief nicht alles rund, doch Trainer Marco Bosshart stellte taktisch um, was sofort wirkung zeigte. Die Wilener bissen sich mit maximalem Einsatz ins Spiel zurück und der Hallenfaustball zeigte wiederum seine ganze Dynamik. Wer die Angabe hat, gerät schnell unter Druck wer Sie abgibt, startet Serien.

 

RiWi musste erneut einen Satzball abwehren und zu allem Übel musste Luca Wild mit einer Verletzung vom Feld. Für ihn übernahm Silvan Jung und fügte sich nahtlos ein. Der anschliessende Satzgewinn, trotz Rükstand, war der Wendepunkt der Partie.

Im dritten Satz spielte RiWi mutig nach vorne und punktete sehenswert. Beim Gegner schlichen sich erste Unsicherheiten ein. Doch das Drama erreichte im vierten Satz seinen Höhepunkt: Schnell lag RiWi 1:6 zurück. Nach einem Timeout mobilisierten die Wilener ihre letzten Reserven, gewannen sieben Punkte in Serie und verwandelten wenig später den ersten Matchball.

 

Die Erlösung

Mit dem 3:1-Erfolg brachen alle Dämme. Spieler, Betreuer und Fans lagen sich in den Armen. Nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit holt sich Rickenbach-Wilen auf dramatische Art und Weise den Aufstieg zurück in die Nationalliga A.

 

RiWi-Kader: Mathis Barth, Silvan Jung, Livio Sprenger, Simon Stäbler, Luca Wild, Timo Wild, Yannic Wild, Janis Witschi, Trainer: Marco Bosshart