Bericht: Yannic Wild
Während vielerorts über die Aufholjagd von Widnau gesprochen wird, schreibt die FG Rickenbach-Wilen still und leise ihre eigene Erfolgsgeschichte. Nach den Erfolgen gegen Oberentfelden und Neuendorf bezwangen die Wilener am vergangenen Samstag auch den Tabellenzweiten Wigoltingen. Gegen Leader Affeltrangen blieb eine weitere Überraschung zwar aus, dennoch zeigte RiWi einmal mehr, dass mit der jungen Mannschaft zu rechnen ist.
Faustball Wigoltingen – RiWi 2:3 (13:11, 5:11, 8:11, 11:0, 7:11)
RiWi – STV Affeltrangen 0:3 (8:11, 5:11, 9:11)
Nach 0:11 zurückgeschlagen
Bei windigen Bedingungen starteten die Wilener stark in die Partie gegen Wigoltingen. Trotzdem musste der erste Satz abgegeben werden, nachdem man eine gute Ausgangslage nicht konsequent zu Ende spielte.
Im zweiten Satz gelang die Wende. Die Defensive arbeitete deutlich stabiler und RiWi nutzte seine Chancen konsequenter. Auch der dritte Durchgang schien zwischenzeitlich zu kippen, doch ein geschickter Wechsel brachte die Wilener zurück auf Kurs und zur 2:1-Satzführung.
Dann folgte ein regelrechter Bruch im Spiel. Wigoltingen stellte im Angriff um und brachte mit Routinier Ueli Rebsamen neue Impulse. Die Gastgeber spielten plötzlich wie entfesselt und entschieden den vierten Satz mit 11:0 für sich.
Doch anstatt auseinanderzufallen, bewies RiWi im Entscheidungssatz grosse Moral. Nach einem holprigen Start besann sich die Mannschaft auf ihre Stärken, kämpfte sich zurück und gewann den fünften Satz sowie das Spiel spektakulär mit 3:2.
Leader gefordert
Mit viel Selbstvertrauen ging RiWi anschliessend in die Partie gegen den noch ungeschlagenen Leader Affeltrangen. Die Wilener probierten taktisch einige neue Varianten aus und hielten über weite Strecken gut mit. Das klare 0:3 täuscht dabei über den Spielverlauf hinweg.
Vor allem im dritten Satz wurde deutlich, woran das Team noch arbeiten muss. Trotz einer 8:4-Führung gelang es nicht, den Satz nach Hause zu bringen. In den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz.
Trainer Marco Bosshart brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir müssen unser Spiel konsequent zu Ende bringen, dann sind wir für jede Mannschaft gefährlich.“
Alles ist wieder möglich
Mit zehn Punkten aus elf Spielen bleibt RiWi trotz des 7. Tabellenplatzes in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Dank der engen Tabellensituation könnte ein Sieg im Nachholspiel gegen Diepoldsau den Rückstand auf die Final4-Plätze auf lediglich zwei Punkte verkürzen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Donnerstag auf dem Ägelsee-Rasen in Wilen, Spielbeginn ist um 19:00 Uhr. Nur zwei Tage später folgt in Ettenhausen die nächste Meisterschaftsrunde gegen Jona und den amtierenden Schweizermeister Elgg-Ettenhausen (Spielbeginn 15:00 Uhr). Nach den starken Auftritten der vergangenen Wochen wollen die Wilener ihren Lauf fortsetzen und weiter für Spannung im Rennen um die Spitzenplätze sorgen.
RiWi-Kader: Lino Martin, Livio Sprenger, Simon Stäbler, Luca Wild, Timo Wild, Yannic Wild, Janis Witschi, Coach: Marco Bosshart
