Bericht: Yannic Wild
Die FG Rickenbach-Wilen hat die Qualifikation der Nationalliga A auf dem siebten Tabellenrang abgeschlossen. In der letzten Meisterschaftsrunde in Neuendorf feierten die Wilener einen Sieg gegen Diepoldsau-Schmitter und mussten sich anschliessend dem Gastgeber Neuendorf geschlagen geben. Mit zwölf Punkten blickt RiWi dennoch auf eine erfolgreiche Saison zurück.
Diepoldsau-Schmitter – RiWi 2:3 (11:9, 11:7, 10:12, 10:12, 11:13)
RiWi – Neuendorf 0:3 (7:11, 8:11, 6:11)
Hitzeschlacht mit glücklichem Ende
In der letzten Meisterschaftsrunde ging es für die Wilener tabellarisch um nicht mehr viel. Ganz anders die Ausgangslage bei Diepoldsau, das im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte benötigte. Bei Temperaturen von über 38 Grad entwickelte sich eine zähe und kräftezehrende Partie, in der beiden Teams die hohen Temperaturen anzumerken waren.
Die Wilener fanden nur schwer in die Begegnung und mussten die ersten beiden Sätze jeweils knapp abgeben. Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, steigerte sich RiWi mit zunehmender Spieldauer. Vor allem in den entscheidenden Momenten zeigten die Hinterthurgauer plötzlich jene Konsequenz, die in den Wochen zuvor teilweise gefehlt hatte.
In allen drei folgenden Sätzen mussten die Wilener jeweils einen Matchball abwehren und nutzten ihre eigenen Chancen eiskalt. Mit viel Moral und grossem Kampfgeist drehte RiWi die Partie noch zum 3:2-Erfolg.
Kräfte schwinden gegen Neuendorf
Im zweiten Spiel des Tages wartete mit Neuendorf der Gastgeber. Die Solothurner hatten sich zuvor bereits den dritten Platz und damit die Teilnahme am Final4 gesichert. Entsprechend bedeutungslos war die Partie aus tabellarischer Sicht.
Die Wilener hielten in allen drei Sätzen gut mit, ohne jedoch nochmals an die Intensität des ersten Spiels anknüpfen zu können. Mit zunehmender Spielzeit machten sich die extremen Temperaturen bemerkbar, die Kräfte schwanden und auch die Konzentration liess nach. Neuendorf nutzte dies aus und sicherte sich einen verdienten 3:0-Erfolg.
Mehr als nur der Ligaerhalt
Mit zwölf Punkten und dem siebten Schlussrang blickt RiWi auf eine äusserst erfolgreiche Saison zurück. Das Ziel, sich frühzeitig aus dem Abstiegskampf herauszuhalten, wurde deutlich übertroffen und zwischenzeitlich durfte sogar von den Final4-Plätzen geträumt werden. Mit Ausnahme von Schweizermeister Elgg-Ettenhausen und Qualifikationssieger Affeltrangen konnten die Wilener jedes Team der Liga mindestens einmal bezwingen.
Captain Yannic Wild zieht deshalb ein positives Fazit: „Wir können stolz auf das sein, was wir als Mannschaft sportlich und menschlich erreicht haben. Es gibt noch einige Baustellen, aber auf dieser Saison können wir aufbauen.“
Ganz beendet ist die Saison für RiWi noch nicht. Bereits am kommenden Freitag wartet im Schweizer Cup 8tel-Finale mit Kirchberg (BE) ein unangenehmer NLB-Vertreter auf die Wilener.
RiWi-Kader: Lino Martin, Livio Sprenger, Simon Stäbler, Luca Wild, Timo Wild, Yannic Wild, Janis Witschi, Coach: Marco Bosshart
